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Anhalter Hütte





Die Anhalter Hütte liegt auf 2042 m Höhe in den Lechtaler Alpen (Tirol)

 

Pächter
Carmen Kathrein
A-6473 Wenns, Oberdorf 262

Kontakt
Telefon Hütte: ++43/0664/4618993
Telefon Tal: ++43/05414/87771

Die Anhalter Hütte verfügt auch über eine
eigene Homepage

Bewirtschaftet
In der Sommersaison von Anfang Juni bis Ende September

Schlafplätze
Zimmerlager/Betten: 13
Matratzenlager: 75
Winterraum: 9 (Schlüssel sind bei Ihrer AV-Sektion erhältlich)

Hüttenwart
Hüttenwart für die Anhalter Hütte ist Ronald Dreher. Seine Adresse kann über die Geschäftsstelle der Sektion Oberer Neckar erfragt werden.

Anreise
nächster Bahnhof: Imst
nächste Bushaltestelle: Imst, Elem/Lechtal, Namlos
Ausgangspunkte:Bschlabs, 1314 m, Gehzeit 3:00
Hahntennjoch, 1884 m, Gehzeit 1:00
Namlos, 1263 m, Gehzeit 2:45

Klettern
Klettergarten und alpine Route(outdoor)

Tourenmöglichkeiten
Alpeil Spitzen, 2559 m, Gehzeit 3:00
Anhalter Höhenweg zur Stabalm/Elmen, Gehzeit 8:00
Falscher Kogel, 2388 m, Gehzeit 1:30
Gabelspitze (Steinmandl), 2590 m, Gehzeit 2:00
Maldongrat, 2552 m, Gehzeit 2:00
Namloser Wetterspitze, 2551 m, Gehzeit 3:15
Steinmandlwand, 2516 m, Gehzeit 2:00
Tschachaun, 2384 m, Gehzeit 1:15

Nachbarhütten
Muttekopfhütte, 1934 m, Gehzeit 4:00
Hanauer Hütte, 1922 m, Gehzeit 6:00
Heiterwandhütte, 2020 m, Gehzeit 6:00
Loreahütte, 2018 m, Gehzeit 7:00

Karten
Alpenvereinskarte 3/5, 1:25.000
Österreichische Karte 115, 1:50.000
Österreichische Karte 114, 1:50.000
Freytag&Berndt Karte WK 351, 1:50.000
Freytag&Berndt Karte WK 252, 1:50.000

Koordinaten, grafisch ermittelt, WGS 84
Geografische Breite: 47°  18,071
Geografische Länge: 10° 40,069
UTM x: 5239983
UTM y: 626081
Bezugsmeridian: 9°

Infos aus dem Alpenvereinskalender 1999

Lage der Hütte
Die Anhalter Hütte steht in malerischer Lage oberhalb des idyllischen Kromsees zu Füßen des »Blumenberges« Tschachaun nordwestlich des Maldongrates. Durch die lange Heiterwand und die westlich anschließenden Berge Falschkogel, Hochpleisspitze und Habart ist sie vom Hahntennental getrennt. Die Anhalter Hütte ist eines der wenigen Alpenvereinshäuser, zu denen es weder Straße noch Materialseilbahn gibt. Die topographischen Verhältnisse lassen diese Erschließungsmaßnahmen nicht zu. Deshalb wird die Hütte (zweimal jährlich) vom Hubschrauber aus versorgt. Ansonsten wird Material mit Rucksack und manchmal auch mit Pferden heraufgebracht. Der Strom wird mit einem Generator erzeugt, doch werden bald Solarzellen für die Elektrizität sorgen, wenn alles gut geht und das nötige Geld aufgebracht werden kann. Da ein Abwasserkanal wegen der großen Entfernungen und der Geländeverhältnisse mit vertretbarem Aufwand nicht in Betracht kommt, wird das Abwasser in einer Zweikammer-Kläranlage gereinigt.

Talort und Zufahrt
Talorte gibt es gleich mehrere, so wie es auch mehrere Hüttenanstiege gibt. Am bekanntesten ist als Talort die Stadt Imst (827 m; durch das Inntal mit der Bahn oder auf der Autobahn, von Norden über den Fernpaß erreichbar), von wo man mit Auto oder Bus auf das Hahntennjoch (1894 m) fahren kann. Ein weiterer Talort ist Bschlabs (131 7 m) im Bschlaber Tal, das mit Bus oder Auto von Elmen im Lechtal erreichbar ist. Und wenn man will, dann kann man auch Namlos noch als Talort zählen, das ebenfalls mit Bus oder Auto von Stanzach im Lechtal oder von Berwang aus angefahren werden kann.

Hüttenanstiege
Es gibt einen einfachen und relativ kurzen Übergang vom Hahntennjoch über das Steinjöchl (1 Std.). Eine weiterer, aber entfernungsmäßig ziemlich langer Zugang führt von Bschlabs durch das enge, wilde Plötzigtal zur Hütte (3 Std.), und von Norden her kann man von Namlos am Brentersbach entlang entweder durch das Brennhüttental oder durch das Faselfeiltal zur Hütte aufsteigen (3 Std.). Eine weitere, aber beschwerliche Zugangsmöglichkeit wäre der Aufstieg von Fallerschein über das Putzenjoch (Abstecher zur Namloser Wetterspitze) und über das Grubigjoch (3 Std.).

Gipfeltouren
Tschachaun (2334 m), 1 Std., leicht

Namloser Wetterspitze (2553 m) 3,5 Std., über Grubigjoch und Grubigkopf unschwierig

Falschkogel (2388 m), 1.5 Std., unschwierig

Maldongrat (2544 m), 2 Std., unschwierig

Gabelspitze oder Steinmandl (2581 m) 3 Std., ausgesetzt, Schwierigkeitsgrad II.

Übergänge
Von der Anhalter Hütte gibt es einen Übergang über das Steinjöchl (2198 m) und südlich der markanten Heiterwand durch den Kratzersattel (21 30 m) mit langem Ab-und Gegenanstieg zur Heiterwandhütte (2017 m), die ebenfalls der Sektion Oberer Neckar gehört, 8 Std. Man kann auch den langen Weg nördlich der Heiterwand über Kromsattel (2137 m), Hinterbergjoch (2202 m) und Hinteren Pfeitkopf (1934 m) wählen, um dann östlich der Heiterwand nach Süden, später Westen abzubiegen, um zur Heiterwandhütte zu kommen, 6 Std.

Eine weitere Übergangsmöglichkeit besteht (ab Hochsommer) über das Steinjöchl zum Hahntennjoch (1894 m) hinab und steil in den engen Scharnitzsattel (2441 m) hinauf, um durch das Scharnitzkar zur Muttekopfhütte (1934 m) abzusteigen, 4 Std.

Außerdem gibt es die Möglichkeit über das Steinjöchl zum Hahntennjoch abzusteigen, gegen Westen durch das Hahntennental bis Pfafflar (1619 m) weiterzugehen und durch das Angerletal zur Hanauer Hütte (1922 m) wieder aufzusteigen, 6 Std.

Skitouren
Wegen der großen Lawinengefahr rund um die Hütte und die gefährdeten Zugänge sind Skitouren in der Nähe der Hütte nicht möglich.

Firngleiten rund um die Anhalter Hütte
Für Firngleiterspezialisten ist es ein besonderes Schmankerl, Mitte Mai, wenn die Wintersperre am Hahntennjoch aufgehoben ist, rund um die Anhalter Hütte ein paar rassige Firngleiterabfahrten in tiefer Abgeschiedenheit zu genießen. Fast ist es Nebensache, daß sich dabei gleich zwei Gipfel, nämlich der Falschkogel (2387 m) und der Tschachaun (2333 m) besteigen lassen. Doch wie gesagt, das Unternehmen bleibt eine Attraktion, die Spezialisten vorbehalten ist, denn die Hänge sind bis zu 40° steil und die Entfernungen und Gegenanstiege sind beträchtlich.

Wer nicht firngleiten kann oder will, kann die Tour im Sommer und Herbst natürlich als schöne Wanderung zu Fuß durchführen, muß aber beachten, daß für den Falschkogel Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich sind.
Route: Von der Passhöhe am Hahntennjoch (1894 m) folgen wir dem Wanderweg ein kurzes Stück bergab. Anschließend steigt er nicht zu stramm gegen Nordosten an und quert am Weg Nr. 601 den langen Hang unter dem Falschkogel. Das Weglein schwingt sich in Kehren gegen Norden auf und mündet in das Steinjöchl (2198 m). Aus dem Steinjöchl können wir - müssen aber nicht - rund 200 Höhenmeter zum Falschkogel aufsteigen, was sich besonders im Sommer mangels Schnee aber nicht mit Firngleitern lohnt. Die Trittspur zieht sich am Ostgrat hinauf und wird in Gipfelnähe ziemlich steil, stellenweise sogar etwas ausgesetzt.
Vom Falschkogel steigen wir wieder in das Steinjöchl ab und folgen, wenn Schnee liegt, nur den ersten Kehren am Sommerweg, so lange, bis wir die schroffen Felsen hinter uns haben. Dann schlägt die Stunde der rasanten Brettlflitzer! In der Wegkehre am Rand des Kars schnallen wir die Figl an und springen beherzt in die schmale Steilrinne hinein, die sich bald verbreitert und in das Steinkar mündet. Mit Adrenalinschub schwänzeln wir das steile Kar 200 Höhenmeter hinaus, bis es flach ausläuft. Anschließend schnallen wir ab, gehen um eine Geländekante herum und fahren 50 Höhenmeter zur Oberen Plötzigalm (2004 m) ab. Dort queren wir - hoffentlich trockenen Fußes -den Bach und steigen gegen Osten zur Anhalter Hütte auf. Zum Tschachaun gehen wir gegen Nordosten zum Kromsattel weiter und erreichen nördlich des Sattels einen Gratrücken, auf dem wir nach Nordwesten zum Gipfel des Tschachauns aufsteigen können (insges. 3,5 Std.).

Führer und Karten
Freytag & Berndt WK 351 »Lechtaler Alpen - Allgäuer Alpen« oder WK 352 »Ehrwald - Lehrmoos - Reutte - Tannheimer Tal« (Maßstab 1: 50 000).
Alpenvereinskarte 3/4 »Lechtaler Alpen« (Maßstab 1: 25 000). Gebietsführer »Lechtaler Alpen« von Heinz Groth und Rudolf Wutscher; Rother Wanderführer »Allgäu 2« von Dieter Seibert; beide Bergverlag Rother, München.
Siegfried Garnweidner

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Startpunkt am Hahntennjoch



Auf dem Weg zur Anhalter Hütte



Die Hütte mit dem Tschachaun



Die Hütte mit der Heiterwand