Von der Dossenhütte über das Rosenhorn zur Glecksteinhütte
Am Freitag, den 27. Juli um 5 Uhr trafen sich am P&R Rottweil acht Bergkameraden unter Leitung von Kei Matsuyama zur Besteigung des Rosenhorns in der Schweiz bei Grindelwald. Angekommen am Ausgangspunkt der Tour am Parkplatz Rosenlaui, begann man mit dem Aufstieg zur Dossenhütte. Auf steilen, steinigen und teilweisen drahtseilversicherten Wegen ging es zunächst durch die Gletscherschlucht Rosenlaui und dann mit ständigen Blick auf den Rosenlauigletscher hoch zur Hütte. Man war mit guten Tempo unterwegs und erreichte bereits am frühen Nachmittag die Hütte auf 2663 m. Nach kurzer Stärkung mit Kaffee und Kuchen wurde die Truppe nochmals in das Verhalten auf dem Gletscher eingeführt, die notwendigen Schritte beim Sturz im Schneefeld trainiert und das Graben eines T-Ankers geübt. Nach gemeinsamen Abendessen ging es dann auch schon früh ins Bett, da am nächsten Tag der Wecker bereits wieder kurz vor 4 Uhr klingelte.
Nach kurzem Frühstück in der Hütte brach man um 5 Uhr auf, um das Rosenhorn in Angriff zu nehmen. Nach kurzem Anstieg und der Überschreitung des Tossensattels betrat man in den frühen Morgenstunden den Rosenlauigletscher. In wunderschöner Schnee- und Gletscherlandschaft ging es dann in zwei Vierer-Seilschaften über den Gletscher hinauf bis zum Einstieg zum Gipfelgrat des Rosenhorns. Der Grat konnte schnell mit einigen Kletterstellen mit Handeinsatz bewältigt werden, so dass man sich bereits kurz vor Mittag zur Besteigung des Rosenhorns (3688 m) gratulieren konnte. In wunderschönem Bergpanorama mit direktem Ausblick auf Eiger, Mönch und Jungfrau, genoss man sein wohl verdientes Vesper, bevor man sich wieder auf den Abstieg zur Glecksteinhütte machte. Nach langwierigen Gang über den oberen Grindelwaldgletscher verließ man wieder Schnee und Eis.
Auf festen Wegen angekommen, ging man eigentlich davon aus, die größten Schwierigkeiten des Tages bewältigt zu haben. Jedoch waren auf den letzten Metern zur Hütte noch ein Schneefeld und drei rauschende Bäche zu überwinden, die die Gruppe vor weitere Herausforderungen stellte. Die Bäche konnten, aufgrund des vielen Schmelzwassers, nur mit nassen Füßen überquert werden. Nach dieser zwölfstündigen kräftezehrenden Tour erreichte man schließlich um 17 Uhr die Glecksteinhütte.
Am nächsten Morgen stand nur noch der Hüttenabstieg und das Erreichen des Parkplatz auf dem Programm. Daher konnte etwas länger geschlafen werden, ehe man sich nach Frühstück wieder auf den Weg machte. Nach Abstieg und kurzer Busfahrt zur Schwarzwaldalp, ging es die letzten Meter noch einmal kurz zu Fuß bis hin zum Parkplatz an der Rosenlaui. Gegen Mittag erreichte man auch schon die Autos und war nach einer kurzweiligen Heimfahrt von ca. einer starken halben Stunde wieder zurück in Rottweil.
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