Nach einem eher feuchten und kalten Start auf dem Hahntennjoch hat sich das Team von der Bergsteigergruppe Rottweil aufgemacht, um die notwendigen Arbeiten am Weg auszuführen. Dieses Jahr trafen wir einen relativ gut erhaltenen Weg an, welcher zumeist nur eine „kosmetische Aufhübschung“ benötigte.
Für den Aufstieg zum Steinjöchl bis zur Anhalter Hütte war es notwendig Abflussrinnen zu graben oder zu säubern, um das Wasser vom Weg abzuleiten. Ebenso mussten Farbmarkierungen erneuert werden. Defekte oder altersbedingt schlecht zu erkennende Schilder wurden digital erfasst. Diese werden baldmöglichst ersetzt.
Trotz einsetzender Schnee- und Graupelschauer führte das tapfere Team von Wegebauern die Arbeiten sauber aus und konnten einen sicheren Übergang zur Tarrentonalm gewährleisten. Die ein oder andere Rutschpartie blieb uns jedoch auf dem feuchten Gras und dem glitschigen Felsen nicht erspart. Selbst die frisch in den Felsen eingehauenen Stufen bewahrten niemandem aus dem Team vor einem Abflug. Dank Wegebauhacke und Wanderstöcken erreichten wir die sichere Alm nur mit leichten Blessuren. Nach einem frischen Glas Milch waren die Strapazen des Tages schnell vergessen.
Am nächsten Morgen sah das Wetter vielversprechend aus und wir konnten ohne größere Probleme in den oberen Nordweg einsteigen. Während des Aufstiegs schlossen wir Bekanntschaft mit einer Herde von Ziegen unter strenger Aufsicht des Leitbocks. Geröllfelder und Schneefelder waren aufgrund des milden Winters gut begehbar und bedurften keiner allzu großen wegebaulichen Aufmerksamkeit. Nach einer kurzen Vesperrast erwartet uns eine Überraschung. Ein umgestürzter Baum versperrte uns den Weg, für dessen Beseitigung eigentlich schwere Forstgeräte von großem Vorteil gewesen wären. Unter schwerstem Körpereinsatz, mit viel Unterarmschmalz und zwei Klappsägen, gelang es uns das Hindernis aus dem Weg zu räumen.
Bis wir endlich den Kegelplatz erreichten, mussten noch viele Latschen entfernt werden, die es gewagt hatten in den Weg zu wachsen und unschuldige Wanderer am Hut zu kitzeln. Da wir nun schon geübt mit der Säge umgehen konnten, stellte dies auch keinerlei Probleme dar.
Alles in allem ist der Weg, für den die BG Rottweil zuständig ist, in sehr guter Verfassung und wurde von größeren Beschädigungen verschont. Hoffen wir, dass es weitere Jahre so bleibt.
Ein großer Dank gilt meinen tatkräftigen Helfern Fabius Wetzel, Jürgen Huonker und Marco Dudt, sowie Sylvia Huonker und Roman Dudt für deren Unterstützung. Besonders dankbar bin ich auch für meine fleißigen Helfer vor Ort, die nach starken Wetterereignissen nach dem Rechten sehen oder auch kurzfristige Reparaturen durchführen.
Michael Bast